Animation | Kreativfilm

Contagious Loneliness

Berührungen. Sie geben einem Geborgenheit, Trost und Energie. Eine Welt bestehend aus der Dynamik von Berührungen und Interaktionen ist stetig in Bewegung. Sie lebt und wächst durch Nähe und Emotionen. Die Pflanzen sind Berührungspunkte, der Boden die Poren der Haut. Eine Frau läuft verträumt durch die Landschaft. Hin und wieder neigen sich einzelne Pflanzen zu ihr und suchen Nähe. Die Frau erwidert mit zufriedenem Blick die Hingabe der Pflanzen. Sie streckt ihre Hände nach ihnen und streichelt sie mit sanfter Hand. Das Zusammenspiel zwischen der Frau und den Pflanzen wird immer intensiver. Die Finger der Frau beginnen den Boden in zarten, kreisenden Bewegungen zu streicheln. Langsam bewegen sich vermehrt Pflanzen aus dem Boden heraus. Der Körper der Frau folgt den Bewegungen und rekelt sich über die Oberfläche. Das starke Zusammenspiel aus den Pflanzen und der Frau versetzt diese in einem Zustand der Ekstase und Euphorie. Das Klima wird wärmer. In der Zwischenzeit tauchen kleine, schwarze Läuse in der Landschaft auf. Sie verbreiten sich, vom Wasserfall ausgehend auf die Pflanzen und befallen diese mit Krankheiten. Voller Euphorie bekommt die Frau nichts von dem Geschehen mit, bis die Läuse zu ihr vorgedrungen sind. Panisch stößt sie die Pflanzen samt Läusen von sich ab und zieht sich in eine Höhle zurück. Mit erstarrten Blick betrachtet sie die Landschaft. Die Pflanzen verfärben sich grün, werden schwarz und welk. Sie bekommen Ekzeme und sterben ab. Das Klima wird kühler. Die Frau zieht sich immer weiter in die Höhle zurück. Erneut streicheln ihre Finger über dem Boden. Vergeblich versucht sie die Nähe der Pflanzen zu erlangen. Die Frau ist sichtlich verzweifelt. Ihr Blick weicht immer wieder zur Außenseite der Höhle. Die Pflanzen werden weniger und die Anzahl der Läuse immer mehr. Sichtlich von der plötzlichen Bedrohung geprägt, versucht sie sich selbst zu beruhigen, indem sie sanft über ihre Haut streichelt. Vergebens. Ihr Körper wird wie die Außenwelt immer dünner, kantiger und schwächer. Sie fühlt sich allein. Nach einiger Zeit in der Isolation wächst eine neue, nie dar gewesene Pflanze und mit ihr die Hoffnung.